Für Müllheizkraftwerke gelten seit 2024 strengere gesetzliche Umweltvorgaben. Das EGM-Müllheizkraftwerk auf der Ingelheimer Aue hat die dafür erforderlichen technischen Anpassungen frühzeitig auf den Weg gebracht.
Hintergrund ist die Novelle der 17. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (17. BImSchV), die im Februar 2024 in Kraft getreten ist. Sie verschärft die Anforderungen an den Schadstoffausstoß und die Überwachung von Müllheizkraftwerken. Die Entsorgungsgesellschaft Mainz mbH hat die dafür notwendigen technischen Anpassungen bereits bis Mitte 2025 abgeschlossen.
Mehr Überwachung, weniger Schadstoffe
Im Mittelpunkt steht ein neues Umweltmanagementsystem, mit dem alle umweltrelevanten Abläufe kontinuierlich überwacht und schrittweise verbessert werden. Neu ist außerdem, dass angelieferte Abfälle vor der Verarbeitung verpflichtend auf radioaktive Stoffe überprüft werden.
Gleichzeitig hält die Anlage nun deutlich strengere Grenzwerte für Schadstoffe ein, die bei der Verbrennung entstehen können. Dazu zählen unter anderem Stickoxide, Schwefeloxide und Quecksilber. Möglich wurde dies durch Investitionen in moderne Mess-, Steuerungs- und Reinigungstechnik.
Effizienter mit Energie umgehen
Auch beim effizienten Umgang mit Energie erfüllt das Müllheizkraftwerk die neuen Vorgaben. Mithilfe eines neuen Energiemanagementsystems wurde der Betrieb weiter optimiert, sodass Ressourcen noch sparsamer eingesetzt werden.
Mit den erfolgreich umgesetzten technischen Anpassungen bleibt das MHKW Mainz ein wichtiger Baustein moderner Abfallverwertung. Die Anlage erzeugt Energie und schont gleichzeitig die Umwelt. Die Maßnahmen senken die Emissionen weiter und machen das Müllheizkraftwerk fit für zukünftige Umweltanforderungen.
